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Personal Backup Vers. 4 und 5 |
| © 2010, J. Rathlev, IEAP, Uni-Kiel |
Einstellungen
Nach Klick auf die Karteikarte Auftrags-Einstellungen können weitere Vorgaben
für den Backup-Auftrag gemacht werden:
Backup-Ziel
Es gibt verschiedene Möglichkeiten, die zu sichernden Daten im Ziel abzulegen.
Ist in den automatischen Aufträgen ein Wechselplan
festgelegt, wird den nachfolgend beschriebenen Verzeichnissen je nach Zyklus noch
eine Verzeichnis vom Typ BDnn bei täglichem oder BWnn bei
wöchentlichem Wechsel übergeordnet.
- in Einzeldateien
- getrennte Verz. für Laufwerke: (Standardeinstellung)
- Im Zielverzeichnis wird für jedes Laufwerk, von dem Dateien kopiert werden
sollen, ein eigenes Unterverzeichnis angelegt. Per Vorgabe heißen diese
LwC, LwD, etc., auf Wunsch können auch andere Namen vergeben werden (z.B.
?-Laufwerk, ? wird vom Programm durch den aktuellen Laufwerksbuchstaben
ersetzt). In diesen wird
dann eine Verzeichnisstruktur wie auf dem Original-Laufwerk angelegt.
- originale Verzeichnisstruktur:
- Im Ziel bleibt die komplette Verzeichnisstruktur erhalten. Wird als
Zielverzeichnis z.B. "E:\" angegeben, so erhält man einen 1:1-Kopie der
ausgewählten Verzeichnisstruktur
von dem Ursprungslaufwerk auf Laufwerk E:.
- ein Verzeichnis ohne vollst. Pfad:
- Der Ursprungspfad wird nicht übernommen. Alle Dateien und Unterverzeichnisse
werden in das gleiche Zielverzeichnis kopiert.
- in Zip-Dateien
- alle Dateien in ein Zip-Archiv:
- Im Ziel wird eine Zip-Datei mit einem beliebigen Namen, der auch
Platzhalter enthalten darf, angelegt. Dorthinein werden
alle zu sichernden Dateien in der
Original-Verzeichnisstruktur gepackt.
- getrennt nach Basis-Verz.:
- Für jeden Pfad, der zur
Sicherung ausgewählt wurde, wird eine eigene
Zip-Datei angelegt, die den letzten Unterpfad im Namen enthält, z.B.
| Quellverzeichnis |
Zip-Datei |
E:\Daten\Verz1 E:\Daten\Verz2.zip |
Bu-2008-07-021-Verz1 Bu-2008-07-021-Verz2.zip |
- getrennt nach Laufw. und Verz.:
- Im Zielverzeichnis wird für jedes Laufwerk, von dem Dateien kopiert werden
sollen, ein eigenes Unterverzeichnis angelegt: LwC, LwD, etc. (siehe
dazu auch die Erläuterungen unter Einzeldateien weiter oben).
Im Ziel wird die originale Unterverzeichnisstruktur angelegt.
In jedem dieser Unterverzeichnisse wird eine Zip-Datei mit dem angegebenen
Namen angelegt, die alle zu sichernden Dateien des jeweiligen
Verzeichnisses enthält.
- getrennt nach Unterverz.:
- Wie zuvor, aber ohne Laufwerkskennung.
-
Beim Backup in Zip-Dateien ist zu beachten, dass diese bei jedem Backup
neu angelegt wird (eine bereits vorhandene Zip-Datei mit gleichem Namen
wird überschrieben). Es findet kein Vergleich der Zeitinformationen
(siehe unten unter kopieren) statt.
Die Namen der Zip-Dateien dürfen ebenso wie das Basisverzeichnis (
siehe dort)
einen Platzhalter folgender Form enthalten (Klick auf die Schaltfläche
):
- %date% - aktuelles Datum in der Form "jjjj-mm-tt"
- %dow% - Wochentag in der Form "Mo, Di, Mi, Do, Fr, Sa, So"
- %day% - Tag im Jahr in der Form "ttt" (001 = 1. Januar)
- %week% - Woche im Jahr in der Form "ww" (01 .. 53)
- %dom% - Tag des Monats in der Form "tt" (01 .. 31)
- %wom% - Woche des Monats in der Form "w" (1 .. 6)
- %month% - Monat im Jahr in der Form "mm" (01 .. 12)
- %year% - Jahreszahl in der Form "jjjj" (z.B. 2004)
- %time% - Zeit in Stunden und Minuten in der Form hhmm (z.B. 2153)
Hinweis: Wenn im Backupauftrag als Quelle mehrere Laufwerke
verwendet werden, kann als Backup-Ziel nur nach der jeweils ersten Methode
(Einzeldateien nach Laufwerken getrennt oder Zip-Dateien nach
Verzeichnissen getrennt) gesichert werden. Bei den anderen Methoden können Mehrdeutigkeiten
entstehen, wenn auf verschiedenen Laufwerken gleiche Verzeichnisnamen und/oder
Dateinamen verwendet werden. In diesen Fällen muss für jedes Quelllaufwerk ein
eigener Backup-Auftrag angelegt werden.
Backup-Modus
Für das Backup können verschiedene Verfahrensweisen ausgewählt werden:
- Kopieren: Dies ist die Standard-Betriebsart. Allen Benutzern,
die sich nicht speziell mit Backup-Strategien befassen wollen, wird dringend geraten,
dieses Verfahren zu benutzen.
Beim Backup werden standardmäßig die Zeitstempel (Datum und Uhrzeit) der
ausgewählten Dateien im Quell- und Zielverzeichnis verglichen und nur neuere oder im Ziel
noch nicht vorhandene Dateien kopiert. Die zulässige Abweichung und ein zusätzlicher
optionaler Größenvergleich sind einstellbar (siehe unten).
Im Zielverzeichnis werden keine Dateien
gelöscht (Ausnahme: Backup in Zip-Datei oder bei eingeschalteter
Synchronisation).
Stattdessen ist es auch möglich die Funktionalität des Archiv-Bits
zu nutzen. Jede Anwendung setzt beim Speichern einer Datei automatisch dieses
Bit. Beim erfolgreichen Backup kann dieses zurückgesetzt werden, so dass
sich daran erkennen lässt, ob die Datei seit dem letzten Backup verändert
wurde. Es gibt zwei Einstell-Möglichkeiten:
- Archiv-Bit benutzen: Wenn dieses Feld markiert ist,
werden nur die Dateien in das Backup aufgenommen, bei denen das Archivbit
gesetzt ist. Nach erfolreichen Backup wird das Bit bei der Quelldatei
entsprechend der nachfolgenden Einstellung zurückgesetzt. Die
Zeitstempel der Dateien bleiben unberücksichtigt.
- Archiv-Bit zurücksetzen: Wenn dieses Feld markiert
ist, wird nach dem erfolgreichen Kopieren (auch, wenn als Kriterium bei
der Sicherung die Zeitinformatuion benutzt wurde) bei der Quelldatei das
Archiv-Bit zurückgesetzt. Dazu ist es natürlich erforderlich,
dass der Benutzer die entsprechende Berechtigung für diese Operation
besitzt (NTFS-Dateisystem). Anschließend kann man im Explorer
in der Detailansicht unter der Spalte "Attribute" oder nach
Rechtsklick auf eine Datei und Auswahl der Eigenschaften unter "Erweitert"
erkennen, dass diese Datei erfolgreich gesichert wurde. Sobald eine Datei
von einer Anwendung gespeichert wird, wird dieses Bit wieder gesetzt.
- Alles neu: Das Zielverzeichnis wird gelöscht, und
alle ausgewählten Dateien werden beim Backup kopiert. Bei allen Dateien wird das Archivbit
zurückgesetzt.
- Differenziell: Das Zielverzeichnis wird gelöscht, und
es werden nur die Dateien kopiert, bei denen das Archivbit gesetzt ist. Das
Archivbit wird nicht verändert.
- Inkrementell: Das Zielverzeichnis wird gelöscht, und
es werden nur die Dateien kopiert, bei denen das Archivbit gesetzt ist. Das
Archivbit wird bei den kopierten Dateien zurückgesetzt.
Wichtige Hinweise:
Die Betriebsarten Differenziell und Inkrementell
können beim automatischen Backup in eine Zip-Datei
nur in den Fällen benutzt werden, bei denen nur einmal am Tag ein Backup erstellt
wird.
Die Betriebsarten Alles neu und Differenziell
bzw. Inkrementell können sinnvoll nur in Kombination verwendet
werden, z.B. in folgender Weise:
- Am ersten Tag wird ein vollständiges Backup in das Verzeichnis A durchgeführt.
- An den Folgetagen wird jeweils ein differenzielles (oder inkrementelles)
Backup in die Verzeichnisse B,C,.. durchgeführt.
- Bei einem Restore ist dann wie folgt vorzugehen:
- Komplett + differenziell: Das letzte komplette Backup (A) und das letzte
differenzielle Backup (z.B. E) müssen zurücksgespeichert werden.
- Komplett + inkrementell: Das letzte komplette Backup(A) und alle inkrementellen
Backups (z.B. B,C,D,E) müssen zurückgespeichert werden.
Beim Automatikbetrieb gibt es Voreinstellungen,
die im Rahmen eines Wechselplans solche Möglichkeiten bieten. Auch mit
dem Windows-Taskplaner
kann eine solche Backup-Funktion realisiert werden. Dazu legt man mehrere Backupaufträge
an, die sich nur in der Betriebsart (z.B. komplett und differenziell) und den
Zielverzeichnissen unterscheiden und lässt diese zu den gewünschten
Zeiten laufen (z.B. Montags komplett, an der anderen Wochentagen differenziell).
Für den "Normalbenutzer" wird die Betriebsart Kopieren
empfohlen, da er hier sicher sein kann, dass im Backup-Verzeichnis
immer die aktuellen Versionen der zu sichernden Daten zu finden sind. Alte,
am Ursprung nicht mehr vorhandene Dateien werden dort nur gelöscht, wenn
die Option Synchronisieren ausgewählt ist.
Datei-Infos kopieren
Nach einem Rechtsklick auf eine Datei und Anzeige von deren Eigenschaften wird
u.U. eine Seite Dateiinfos angezeigt. Diese Informationen haben verschiedene
Quellen. Bei Word-Dokumenten werden hier u.a. die in der Datei gespeicherten Dokumenteninfos
angezeigt, bei Bildern die in der JPG-Datei gespeicherten EXIF-Daten.
Bei NTFS-Dateisystemen gibt es zusätzlich eine Möglichkeit, jede Datei mit im
Dateiumfeld (document summary) abgelegten Infos zu versehen. Diese sind nicht Inhalt der
Datei selbst und werden daher beim Sichern normalerweise nicht mitkopiert.
Sollen diese Infos auch gesichert werden, muss die Option Dateinfos kopieren
ausgewählt werden. Dies ist allerdings nur möglich, wenn das Backup in unverschlüsselte
Einzeldateien erfolgt und das Backupziel ein NTFS-Dateisystem ist. Das auf externen
Festplatten oder USB-Sticks häufig verwendete FAT32-Dateisystem unterstützt dies nicht.
Jeder Anwender sollte aber prüfen, ob er diese Option wirklich benötigt.
Bei den Dateien der o.g. Anwendungen (MS-Office-Dokumente und JPG-Bilder) ist das
i.d.R. nicht erforderlich. Ob es Anwendungen gibt, die diese nur bei NTFS vorhanden Möglichkeit
ausnutzen, ist mir z.Zt. nicht bekannt.
Kopiere Erstellungsdatum
Jede Datei ist mit drei Zeitstempeln versehen: Erstellt, Geändert am
und letzter Zugriff. Normalerweise wird immer das Geändert am mit kopiert.
Bei Auswahl disser Option wird zusätzlich auch das Erstellt auf die Kopie
übernommen.
Dateien komprimieren
Als Standardvorgabe ist bei der Sicherung von Einzeldateien die Komprierung
nach dem GZip-Verfahren eingeschaltet. Das verwendete Datenformat ist mit
allen gängigen Archivierprogrammen (wie z.B. Winzip) kompatibel.
Viele Dateitypen (wie z.B. PDF, ZIP oder JPG) sind bereits von sich aus komprimiert,
so dass eine erneute Kompression keine weitere Platzeinsparung bringt.
Durch Klick auf die Schaltfläche Auswählen kann eingestellt werden,
welche Dateitypen bei diesem Auftrag nicht komprimiert
werden sollen. Die Standardvorgaben hierfür können über die
Programmeinstellungen vorgenommen werden.
Auf Wunsch (z.B. wenn eine 1:1-Kopie der Daten erstellt werden soll) kann die
Komprimierung auch abgeschaltet werden.
Verschlüsseln von Dateien
Auf Wunsch können die Dateien beim Kopieren nach dem Advanced Encryption Standard
(AES) verschlüsselt werden. Dieses Verfahren gilt z.Zt. als sehr sicher
(weitere
Informationen). Es kann sowohl auf Einzeldateien (komprimiert oder unkomprimiert)
mit einem
speziellen Datenformat als auch auf Zip-Dateien im
WinZip-kompatiblen
Datenformat angewendet werden.
Das Kennwort für die Verschlüsselung kann fest vorgegeben werden. Es wird dann in
verschlüsselter Form im Auftrag gespeichert. Wer ganz sicher gehen will,
verzichtet auf diese Bequemlichkeit und gibt das Kennwort erst beim Start der
Datensicherung an.
Ausführen von externen Programmen vor und nach dem Backup
Es ist möglich, vor und nach dem Backup jeweils ein externes
Programm oder auch eine Batch- oder Skript-Datei zu starten. Dies ist z.B. sehr
nützlich, wenn laufende
Programme oder Dienste zu sichernde Dateien für einen Zugriff durch andere
Anwendungen sperren. Mittels kleiner Skriptprogramme können diese für
die Zeit des Backups gestoppt werden. Aber auch andere individuelle Aufgaben
und Abfragen lassen sich auf diese Weise durchführen.
Beispiel zum Sichern von Outlook-Dateien
Nach Klick auf die Schaltfläche öffnet sich ein Dialog, in dem die
erforderlichen Befehlszeilen von Hand mit den benötigten Parametern eingegeben
werden können. In der Befehlszeile können folgende Platzhalter verwendet
werden.
- %dest%: Pfad des Backup-Ziels, wie im Programm angegeben. Ein
Name für den Datenträger wird dabei in
den aktuellen Laufwerksnamen umgesetzt.
- %sysdir%: Pfad des Systemverzeichnisses (meist: C:\Windows\System32)
Beim Start des externen Programms werden die Platzhalter durch die entsprechenden
aktuellen Werte ersetzt.
Durch Klick auf eine der Schaltflächen am rechten Rand kann
nach einer Anwendung gesucht werden. Wenn in dem Pfad Leerzeichen vorkommen,
muss dieser unbedingt in Anführungszeichen eingeschlossen werden.
Die Anwendung, die vor dem Backup gestartet wird, kann einen ExitCode
zurückgeben. Nur wenn dieser kleiner als der eingestellte Wert (Standard = 1) ist,
wird das Backup ausgeführt.
Beispiele:
- 1. Vor dem Backup auf einen externen Datenträger (z.B. ein USB-Laufwerk)
soll überprüft werden, ob dies eingeschaltet ist:
- In der Zeile "Vor dem Backup ausführen" wird dazu
<PB-Pfad>\CheckPath.exe %dest% /p eingetragen. Das Programm
CheckPath prüft, ob das eingestellte Ziellaufwerk verfügbar
ist und fordert den Benutzer, falls erforderlich, auf, das Laufwerk einzuschalten
(Download).
- 2. Beim Schreiben auf eine CD/DVD soll diese nach dem Backup automatisch
ausgeworfen werden:
- In der Zeile "Nach dem Backup ausführen" wird dazu
<PB-Pfad>\eject.exe D: eingetragen. Das Programm EJECT.EXE
(WebGeek, Inc. - dave@basicguru.com) kann
hier
heruntergeladen werden.
- 3. Vor oder nach dem Backup soll ein temporäres Verzeichnis vollständig
gelöscht werden:
- In das entsprechende Feld wird cmd.exe /c <PB-Pfad>\deldir.cmd <Verzeichnis>
(z.B. C:\Test) eingetragen. Die Batch-Datei deldir.cmd enthält z.B. den Befehl
del C:\temp.
- 4. Vor oder nach dem Backup sollen bestimmte Dateien gelöscht werden:
- In das entsprechende Feld wird cmd.exe /c <PB-Pfad>\delfile.cmd
<Verzeichnis>\<Maske>. Die Batch-Datei delfile.cmd enthält z.B. den Befehl
del C:\Temp\*.tmp.
Weitere Einstellungen
Einstellungen für den Zeitvergleich
Beim Zeitvergleich von Dateien gibt es Probleme, wenn in Quelle und Ziel
unterschiedliche Dateisysteme (z.B. FAT32 und NTFS) benutzt werden.
Die Auflösung, mit der der Zeitstempel gespeichert wird, ist
- bei NTFS: 64 bit mit 100 ns Auflösung
- bei FAT : 16 bit mit 2 s Auflösung
- bei Samba/Unix: 32 bit mit 1 s Auflösung
Um allen Systemen gerecht zu werden, wird beim Vergleich der Zeitstempel der Dateien eine
Toleranz von 2 s akzeptiert. Falls nötig, kann auch ein anderer Wert eingestellt werden.
Außerdem ist zu beachten, dass bei FAT die lokale Zeit,
bei den anderen System die Weltzeit (UTC) verwendet
wird. Wenn eine Datensicherung
z.B. von einer NTFS-Partition auf eine FAT32-Partition erfolgt, führt dies
immer nach der Umstellung von Winter- auf Sommerzeit zu Problemen. Bei der
ersten Sicherung nach der Umstellung werden mit einem Mal alle Dateien neu kopiert,
auch wenn sie sich eigentlich nicht verändert haben. Die lokale Zeit ist aber
dann um eine Stunde weiter, was den Unterschied vortäuscht. Für diesen
Sonderfall kann deshalb der Zeitvergleich so modifiziert werden, dass auch genau
eine Stunde plus der o.g. Toleranz als Unterschied erlaubt ist und kein
Kopiervorgang eingeleitet wird.
Es gibt einige Programme, die Änderungen an Dateien (z.B. Jpg-Bildern) vornehmen, ohne den
Zeitstempel anzupassen. In diesem Fall kann als zusätzliches Vergleichskriterium
die Dateigröße verwendet werden. Dies funktioniert allerding nur bei Dateien, die
beim Kopieren weder komprimiert (i.d.R. Jpg, Png, etc.) noch verschlüsselt werden.
Kopierpuffer
Beim Kopieren oder Komprimieren der Dateien wird ein interner Zwischenpuffer
verwendet, dessen Größe in Vielfachen von 1 kB einstellbar ist. Bei externen
Laufwerken (z.B. USB) kann es sein, dass durch eine andere Einstellung der
Kopierprozess deutlich beschleunigt werden kann (Vorgabewert: 256 kB).
Hier sollte man ein wenig experimentieren.
Dateinamen
Die Datei- und Verzeichnisnamen können beim Kopieren manipuliert werden:
- wie Original: Keine Änderung der Namen
- alles klein: Alle Namen werden in Kleinbuchstaben gewandelt.
- alles groß: Alle Namen werden in Großbuchstaben gewandelt.
- ungültige Zeichen ersetzen: Auf Netzwerkfreigaben, die von
Nicht-Windows-Systemen bereitgestellt werde, können Dateinamen mit ungültigen
Zeichen vorkommen, durch Auswahl dieser Option werden solchen Zeichen durch
ein auswählbares Zeichen (Vorgabe: "-") ersetzt.
Protokolleinstellungen
Hier kann die globale Protokolleinstellung für den
aktuellen Backup-Auftrag individuell angepasst werden (z.B. mit Ausdruck).
Abzweigungspunkte erlauben
Beim NTFS-Dateisystem ist es möglich feste Verknüpfungen zu anderen Verzeichnisses
einzufügen (Abzweigungspunkte oder Junctions). Sie können über die Konsole mit dem
Befehl MKLINK erstellt werden. Wenn die so eingebundenen Verzeichnisse beim
Backup gesichert werden sollen, ist diese Option einzuschalten.
Grundsätzlich besteht bei solchen Abzweigungen die Gefahr, Endlosschleifen
einzubauen (z.B. beim Einbinden eines übergeordneten Verzeichnisses). Diese
werden vom Programm erkannt und ignoriert.
Beschreibung des Auftrags
Durch Klick auf die Schaltfläche
kann eine mehrzeilige Beschreibung des Auftrags eingegeben werden. Diese wird
im Hauptfenster als Hinweis angezeigt, wenn man die Maus über den Auftragsnamen bewegt.
Im Startfenster wird dieser Hinweis
ebenfalls angezeigt.
E-Mail-Versand nach erfolgtem Backup
Zur Überwachung der automatischen oder zeitgesteuerten Backups auf PCs oder Servern,
die nicht am eigenen Arbeitsplatz stehen, kann an den oder die zuständigen Administrator(en)
ein Bericht per E-Mail versandt werden. Auf Wunsch kann das Protokoll der
ausgeführten Datensicherung (auch als Zip-Datei) angehängt werden.
Erforderliche Angaben:
- SMTP-Server: Adresse des für den Mailversand zuständigen Servers
- Port: Portnummer des SMTP-Servers (Standard: 25)
- Benutzername: Name der für den Versand über den o.g. Server erforderlichen
Benutzeranmeldung (häufig nicht erforderlich)
- Kennwort: Kennwort für die og. Benutzeranmeldung
- Sichere Verbindung benutzen: Hier wird ausgewählt, ob für die
Versendung der Mail eine sichere Verbindung (TLS/SSL) benutzt werden soll.
- nein: Übertragung im Klartext
- TLS, wenn möglich: Es wird vor der Anmeldung ein
STARTTLS gesendet. Wenn der Server eine sichere Datenübertragung
unterstützt, wird diese verwendet. Wenn das nicht der Fall ist wird
im Klartext übertragen (Modus: ExplicitTLS).
- TLS: Es wird vor der Anmeldung ein
STARTTLS gesendet. Wenn der Server eine sichere Datenübertragung
unterstützt, wird diese verwendet. Wenn das nicht der Fall ist wird
die Übertragung abgebrochen (Modus: RequireTLS).
- SSL: Es erfolgt eine sichere Datenübertragung auf
Port 465. Wenn der Server dies nicht unterstützt, wird abgebrochen
(Modus: ImplicitTLS).
- Absender-Adress: Mail-Adresse des Versenders
- Antwort-Adresse: Adresse für ev. Rückfragen (optional)
- Empfänger: Adressen aller derjenigen, die einen Status-Bericht der
Datensicherung erhalten sollen. Mit den Schaltflächen an der Seite können
neue Empfänger hinzugefügt, sowie Einträge aus der Liste entfernt und
bearbeitet werden.
- Betreff: Hier kann ein kurzer Text eingegeben werden, der beim Empfänger
in der "Betreff"-Zeile angezeigt wird. Der Text kann Platzhalter (KLick auf die
?-Schaltfläche) enthalten (siehe Abb.):
- %taskname% - Name des Backup-Auftrags
- %computer% - Name des Computers, auf dem das Backup gelaufen ist
- %start% - Datum und Zeit des Backupstarts
- %end% - Datum und Zeit des Backupendes
- %duration% - Dauer des Backups in Stunden:Minuten:Sekunden
- %status% - Status des Backups (Anzahl der kopierten Dateien,
Anzahl der Fehler, etc.
Wird hier nichts angegeben, steht im Betreff
Personal Backup: Backup am ....
- Protokoll-Datei: Das Protokoll der letzten durchgeführten
Datensicherung wird als Anhang der Mail hinzugefügt. Vorzugsweise sollte dies
als Zip-Datei erfolgen.
- Sende E-Mail: Hier kann ausgewählt werden, ob eine E-Mail nach jedem
Backup versendet werden soll oder nur, wenn Fehler aufgetreten sind.
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Synchronisieren von Verzeichnisses
Wenn die Synchronisation eingeschaltet ist (nur in der Betriebsart Kopieren
möglich), werden vor einem Backup Quell- und Zielverzeichnis (einschließlich
aller Unterverzeichnisse) miteinander verglichen und Dateien, die auf der
Quellseite nicht mehr existieren, im Ziel gelöscht. Damit ist also sichergestellt,
dass das Ziel immer ein genaues Abbild der Quelle ist.
Das Synchronisieren funktioniert nicht, wenn als Ziel Zip-Dateien oder die
Option in ein Verzeichnis bei mehreren Quellverzeichnissen gewählt ist.
Zu beachten ist, dass bei eingeschaltetem Synchronisieren Dateien, die aus Versehen
im Quellverzeichnis gelöscht wurden, beim nächsten Backup aus der Sicherung entfernt
werden und somit nicht wiederhergestellt werden können. Wer dies vermeiden möchte,
kann die Option Sicherheitskopie bei Synchronisation auswählen. Dann werden
die auf der Quellseite nicht mehr vorhandenen Dateien im Ziel nicht gelöscht, sondern
nur umbenannt (in ), so dass sie im Notfall wieder hergestellt
werden können.
Im Ziel vorhandene Sicherheitskopien
bleiben erhalten, wenn die Originaldatei auf der Quellseite existiert.
- aus
- Im Ziel werden keine Dateien gelöscht.
- alle Dateien
- Es werden im Ziel alle Dateien gelöscht, die auf der Quellseite nicht mehr
vorhanden sind. Vom Backup ausgeschlossene Unterverzeichnisse und Dateien
werden im Ziel ebenfalls gelöscht.
- nur Backup-Auswahl
- Es werden im Ziel nur die Dateien gelöscht, die für das Backup tatsächlich
ausgewählt wurden (Typen, Dateifilter und Unterverzeichnisse) und die auf der
Quellseite nicht mehr vorhanden sind, alle anderen Dateien bleiben erhalten.
Leere Verzeichnisse löschen
Wenn sich beim Backup im Ziel leere Verzeichnisse ergeben sollten, werden diese
entweder gar nicht angelegt oder nach dem Backup gelöscht (Standardeinstellung).
Wenn solche Verzeichnissse im Ziel verbleiben sollen, muss diese Option
abgewählt werden.
Verifizieren
Das Markieren dieser Option bewirkt, dass nach dem Sichern einer Datei
geprüft wird, ob die Kopie einwandfrei ist. Je nach Einstellung für das
Backup wird dabei unterschiedlich verfahren:
- 1:1-Kopien, komprimierte Einzeldateien: Es werden die CRC32-Checksummen
der Quell- und Ziel-Datei verglichen.
- Zip-Archive: Es werden die Zip-Checksummen verglichen.
- Verschlüsselte Dateien: Die kopierte Datei wird entschlüsselt und auf
Integrität geprüft.
Quelldateien nach Backup löschen
Die Auswahl dieser Option bewirkt, dass nach erfolgreicher Sicherung einer
Datei (die Verifizierung wird automatisch eingeschaltet), die Datei auf der Quellseite
gelöscht wird. Dies wird sicher nur in Ausnahmefällen benötigt und sollte, wie
immer, wenn Dateien gelöscht werden, mit großer Vorsicht angewendet werden.
Sicherheitskopien von alten Dateiversionen
beim Backup
Ist diese Markierung gesetzt, wird im Ziel eine oder mehrere Vorversion(en) der
jeweilige Datei unter einem
einstellbaren Namen gespeichert. Dieser Name wird aus dem Originalnamen abgeleitet,
indem ihm ein Suffix vor der letzten Dateinamenerweiterung nachgestellt wird.
Dieses kann fest oder variabel sein oder Platzhalter für
Zeitstempel oder Backup-Datum enthalten:
- fest: z.B. <Dateiname>.bak.<ext>[.gz|.enc]
Es gibt immer nur eine Sicherheitskopie der Vorversion.
- mit Zeitstempel der Datei:
<Dateiname>.2006-07-21-12-17.<ext>[.gz|.enc]
Bei jedem Backup gibt es eine neue Sicherheitskopie der Vorversion.
- mit Datum des Backups:
<Dateiname>.2008-09-12.<ext>[.gz|.enc]
Bei jedem Backup gibt es eine neue Sicherheitskopie der Vorversion.
- mit Zeitangabe des Backups:
<Dateiname>.13-45-17.<ext>[.gz|.enc]
Bei jedem Backup gibt es eine neue Sicherheitskopie der Vorversion.
- bestimmte Anzahl von Vorversionen:
<Dateiname>.bak-1.<ext>[.gz|.enc],
<Dateiname>.bak-2.<ext>[.gz|.enc], ...
Es bleibt immer die angegebene Anzahl von Vorversionen erhalten.
Diese Einstellung kann nicht mit den o.g. (Zeitstempel, etc.) kombiniert werden.
Hinweis: Bei eingeschalteter Synchronisierung werden
Vorversionen nur von noch existierenden Dateien behalten.
bei Synchronisation
Beim Synchronisieren werden die Dateien, die auf der Quellseite nicht mehr
existieren, nicht gelöscht sondern umbenannt (<Dateiname>.sync.<ext>[.gz|.enc]).
Dadurch kann z.B. eine aus Versehen gelöschte Datei trotz Synchronisation auch nach
dem Backup z.B. mit dem Zusatzprogramm PbRestore noch wiederhergestellt werden.
Bei einem gewöhnlichen Restore werden diese Dateien nicht wieder zurückgespeichert.
J. Rathlev, D-24098 Kiel, Jan. 2010