Inhaltsverzeichnis
PersBackup

Personal Backup Version 5.8

© 2001 − 2017, Dr. Jürgen Rathlev

Restore  Wiederherstellen von Dateien (Restore)

Für den hoffentlich seltenen Fall, dass Daten verloren gegangen sind und aus dem Backup wiederhergestellt werden müssen, gibt es zwei Möglichkeiten:

Die integrierte Funktion für die Wiederherstellung (Restore)

Durch Klick auf die Schaltfläche in der Werkzeugleiste am linken Rand wird ein Dialog geöffnet, über den eingestellt werden kann, von wo nach wo und welche Dateien wiederhergestellt werden sollen. Diese Einstellungen können als Auftrag gespeichert werden (<Dateiname>.rsj), um sie jederzeit wieder verwenden zu können.

Eine Liste der zuletzt benutzten Restore-Aufträge wird ständig mitgeführt. Durch Klick auf die Schaltfläche Liste kann einer dieser Aufträge direkt geladen werden.
Mit einem Rechtsklick auf die Schaltfläche kann die Liste bearbeitet werden.

Ziel für Restore einstellen Dateien filtern Einstellungen für das Überschreiben vorhandener Dateien Einstellungen für das Alter der wiederherzustellenden Dateien Auftrag laden und speichern Restore starten Restore mit dem Taskplaner automatisieren Art des Backups Protokoll Mail Zeitvergleich Optionen Sicherheitkopien Kennwort Restore

Auswahl des Verzeichnisses mit den gesicherten Dateien

Bei der Wiederherstellung von Dateien ist zu beachten, wie diese gesichert wurden (siehe Backup-Ziel):


Wiederherstellen in

Die Wiederherstellung kann entweder an den Ursprungsort oder auch an eine beliebige andere Stelle erfolgen:


Entpacken von gz/gze- bzw. Zip-Dateien
Wenn in komprimierte Einzeldateien gesichert wurde, muss über diese Option der Modus ausgewählt werden, wie er beim Backup eingestellt war (Standardeinstellung: gz/gze). Nur so werden die Dateien bei der Wiederherstellung automatisch entpackt. Sind die gepackten Dateien zusätzlich verschlüsselt, erfolgt die Entschlüsselung nach Eingabe des benötigten Kennworts ebenfalls automatisch.
 

Filter

Keine Entschlüsselung bei enc-Dateien
Die Erweiterung enc wird von Personal Backup standardmäßig für verschlüsselte, nicht komprimierte Dateien verwendet. Bei der Wiederherstellung werden diese Dateien automatisch entschlüsselt. Wenn es von einer anderen Anwendung Dateien mit dieser Erweiterung gibt, schlägt die Entschlüsselung natürlich fehl. Um dies zu vermeiden, kann mit dieser Option die Entschlüsselung verhindert werden..
 

Leere Verzeichnisse wiederherstellen
Wenn diese Option ausgewählt ist, werden bei der Wiederherstellung auch leere Verzeichnisse wieder hergestellt.
 

Datei-Filter

Über das Datei-Filter können bestimmte Dateinamen ein- oder ausgeschlossen werden. Die Einstellung erfolgt über den rechts abgebildeten Dialog. Es gelten dabei die gleichen Regeln, wie sie für die Auswahl von Dateinamen beim Backup beschrieben sind (siehe Standardfilter und reguläre Ausdrücke).
 


Sicherheitskopien

Sicherheitskopien bei der Wiederherstellung berücksichtigen

Diese Option ist per Voreinstellung ausgeschaltet und sollte nur aktiviert werden, wenn beim Backup Sicherheitskopien erstellt wurden.
Mit ihr kann eingestellt werden, wie diese Sicherheitskopien bei der Wiederherstellung berücksichtigt werden sollen. Als Präfix und Suffix müssen im Dialog (siehe rechts) die beim Backup verwendeten Einstellungen eingetragen werden, damit diese Verzeichnisse und Dateien erkannt werden. Sollen sie von der Wiederherstellung ausgeschlossen werden, darf keines der Häkchen gesetzt sein (per Vorgabe eingestellt).
Sicherheitskopien auswählen Wenn der Zustand eines zurückliegenden Datums wieder hergestellt werden soll, wird zunächst dieses Datum unter Alter der Dateien - Alle vor ... (s.u.) eingestellt. Da in diesem Fall für die Wiederherstellung auch die Sicherheitskopien durchsucht werden müssen, sind, je nachdem, was berücksichtigt werden soll, die Häkchen zu setzten. Wichtig ist in diesem Fall auch, einzustellen, an welchem Ort die Sicherheitskopien beim Backup angelegt wurden (z.B. in einem getrennten Verzeichnis). In der Vorschau wird dann die jeweils neueste Sicherheitskopie, die in das ausgewählte Zeitfenster passt, angezeigt und danach auch automatisch an dem richtigen Ort wiederhergestellt.

Alter der Dateien

Es ist einstellbar, ob beim Wiederherstellen nur die Dateien berücksichtigt werden sollen, die neuer oder älter als ein bestimmtes festes oder ein zum aktuellen Tag relatives Datum sind.

 

Wiederherstellen von

Datei-Berechtigungen
In NTFS-Dateisystemen und auf Netzwerkfreigaben ist für jede Datei und jedes Verzeichnis eingetragen, welche Zugriffsrechte die Benutzer für das jeweilige Objekt besitzen. Wenn diese Option gesetzt ist, werden auch die Berechtigungen der Dateien und Verzeichnisse, wie sie beim Backup gesichert wurden (siehe hier), wiederhergestellt. Voraussetzung ist dabei, dass Quelle und Ziel dies unterstützen.
 

Datei-Infos
Ist diese Option gesetzt, werden evtl. vorhandene Datei-Infos wiederhergestellt (siehe auch hier).
 

Erstellungsdatum
Wenn diese Option ausgewählt ist, wird auch das Erstellungsdatum der Dateien wiederhergestellt.
 

Abzweigungspunkten
Ist diese Option gesetzt, werden die im Backup gespeicherten Infos zu Abzweigungspunkten (siehe hier) ausgewertet und im Zielverzeichnis für das Restore entsprechend angelegt. Die Inhalte der Verzeichnisse, auf die verwiesen wird, müssen je nach Restore-Einstellungen u.U. getrennt zurück gespeichert werden.
Wichtiger Hinweis: Zum Wiederherstellen von Abzweigungspunkten sind u.U. die Rechte eines Administrators erforderlich.
 

Mail-Einstellungen

Ähnlich wie beim Backup kann auch nach dem Ausführen eines Restore-Auftrags eine E-Mail mit Statusmeldung und Protokoll versandt werden. Die Einstellungen sind wie beim Backup vorzunehmen.
 

Vorhandene Dateien

Hier kann ausgewählt werden, wie beim Wiederherstellen von Dateien verfahren werden soll, die im ausgewählten Ziel bereits vorhanden sind. Sie können immer überschrieben werden, nur, wenn sie einen älteren Zeitstempel als die wiederherzustellenden Dateien haben, oder nie.
 

Zeitvergleichs-Einstellung

Beim Vergleich der Zeitstempel sind einige Besonderheiten bei den verschiedenen Dateisystemen zu beachten. Die ev. erforderlichen Einstellungen können hier vorgenommen werden (siehe auch).
 

Kennwort

Hier kann optional für einen Restore-Auftrag ein festes Kennwort für die Entschlüsselung eingegeben werden. Der Benutzer wird dann beim Wiederherstellen nicht danach gefragt, so dass dies auch zeitgesteuert im Hintergrund ohne Eingriff des Benutzers erfolgen kann.
Ein wechselndes Symbol auf der Schaltfläche zeigt an, ob ein festes Kennwort festes Kennwort vorgegeben wurde oder ob das Kennwort jeweils abgefragt Kennwort abfragen werden soll.
 

Protokoll-Einstellungen

Durch Klick auf Protokolleinstellungen können die Protokolleinstellungen für einen Restore-Auftrag individuell angepasst werden (siehe auch).
Ein Klick auf Protokoll anzeigen zeigt das aktuelle Protokoll an.
 


Wiederherstellung starten

Mit Klick auf Restore wird das Wiederherstellen von Dateien gestartet. Bevor irgendwelche Dateien kopiert werden, wird zunächst eine Zusammenstellung aller nach den vorgegebenen Kriterien ausgewählten Dateien erstellt und angezeigt. Ist die Auswahl noch nicht richtig, kann der Restore-Vorgang abgebrochen werden, um die Einstellungen zu korrigieren. Es ist auch möglich, durch Anklicken der Check-Felder eine oder mehrere Dateien und/oder Verzeichnisse von der Auswahl für die Wiederherstellung auszuschließen, bevor das Kopieren gestartet wird.

Ein Rechtsklick auf eine Datei öffnet ein Menü mit erweiterten Kontrollfunktionen. Ein Klick auf Hilfsprogramme öffnet einen Dialog, um die benötigten Hilfsprogramme auszuwählen:

Anschließend werden alle ausgewählten Dateien wiederhergestellt. Dabei wird automatisch entpackt und entschlüsselt. Ein dafür benötigtes Kennwort muss vom Benutzer nur einmal angegeben werden. Auf Wunsch kann es auch fest mit dem Auftrag gespeichert werden (siehe hier), so dass diese Eingabe entfällt.


Vorschau

 

Laden und Speichern von Aufträgen

Die für die Wiederherstellung gemachten Einstellungen können als Restore-Auftrag durch Klick auf Speichern oder Speichern als als rsj-Datei abgespeichert werden. Mit einem Klick auf Laden kann ein solcher Auftrag mit allen gemachten Einstellungen jederzeit wieder geladen und verwendet werden.

Ein Restore-Auftrag kann auch über die Befehlszeile gestartet werden. Damit ist es z.B. möglich, über eine entsprechende Verknüpfung im Windows-Startmenü Alle Programme ⇒ Autostart ein Verzeichnis bei der Anmeldung automatisch wiederherzustellen :
PersBackup /restore <Auftrag>
oder fie Wiederherstellung über den Windows-Aufgabenplaner zu bestimmten Zeitpunkten automatisch zu starten (s.u.).

Automatische Wiederherstellung mit dem Windows-Aufgabenplaner

Durch Klick auf Taskplaner  kann eine automatische Wiederherstellung von gesicherten Dateien mit dem Windows-Aufgabenplaner konfiguriert werden. Die Einstellungen werden ähnlich, wie für das Backup beschrieben, vorgenommen.


PbRestore

Das Zusatzprogramm PbRestore

PbRestore

Dieses Programm ist Teil des Gesamtpakets und kann über das Startmenü Personal Backup 5 ⇒ Dateien wiederherstellen aufgerufen werden. Es bietet drei Optionen:

In allen drei Fällen werden komprimierte und/oder verschlüsselte Dateien automatisch entpackt und/oder entschlüsselt. Das Zielverzeichnis wird von Hand ausgewählt. Außerdem kann angegeben werden, ob im Zielverzeichnis bereits vorhandene Dateien überschrieben werden sollen. Falls nur ältere Dateien überschrieben werden sollen, können die Einstellungen für den Zeitvergleich angepasst werden (siehe auch).
Optional kann das Überschreiben von schreibgeschützten Dateien ausgeschaltet werden. Mit einem Klick auf die Werkzeug-Schaltfläche unten rechts kann kann eingestellt werden, ob gz-, gze- und enc-Dateien mit PbRestore als Standardanwendung in Windows geöffnet werden sollen.

Einzelne ausgewählte Dateien wiederherstellen

Links wird das Verzeichnis oder das Zip-Archiv ausgewählt, in dem sich die wiederherzustellenden Dateien befinden. In der Dateianzeige rechts können die gewünschten Dateien auf die bekannte Art mit der Maus ausgewählt werden. Ein Klick auf Restore startet das Kopieren in das angegeben Zielverzeichnis.
Ein Doppelklick auf eine Datei oder ein Klick auf die Vorschau-Schaltfläche rechts unten startet die dieser Datei im Windows-System zugeordnete Anwendung (z.B. bei einer jpg-Datei die Bildanzeige) und öffnet dort die ausgewählte Datei. gz-Dateien werden dabei automatisch entpackt, bei verschlüsselten Dateien (enc oder gze) oder bei verschlüsselten Zip-Archiven wird das Kennwort abgefragt und die Dateien bei der Wiederherstellung automatisch entschlüsselt.
Falls gewünscht, kann das automatische Entpacken von gz/gze-Dateien ausgeschaltet werden.

Alle Dateien aus einem ausgewählten Verzeichnis wiederherstellen

Links wird das Verzeichnis oder das Zip-Archiv ausgewählt, in dem sich die wiederherzustellenden Dateien befinden. Es werden alle Dateien in diesem Verzeichnis und seinen Unterverzeichnisse, bzw. aus dem Zip-Archiv in das angegebene Zielverzeichnis kopiert. Die Verzeichnisstruktur bleibt dabei erhalten.
Falls gewünscht, kann das automatische Entpacken von gz/gze- und Zip- Dateien ausgeschaltet werden.

Aus Wechselplan wiederherstellen

Wurde die Datensicherung im Rahmen eines Wechselplans (komplettes Backup in Verbindung mit inkrementellen oder differenziellen Backups) durchgeführt, ist der aktuelle Datenbestand auf mehrere Verzeichnisse verteilt (z.B. BD01F, BD02I, BD03I,..). Zum Wiederherstellen muss daraus jeweils die aktuelle Version herausgesucht werden.
Der Benutzer muss dazu folgende Angaben machen:

Optional kann das automatische Entpacken von gz/gze- und Zip- Dateien ausgeschaltet werden.



J. Rathlev, D-24222 Schwentinental, Februar 2017